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Unermüdlich und fast unbemerkt arbeitet unsere Leber. Sie leistet Unglaubliches – und wird dennoch kaum beachtet. Lange Zeit habe auch ich die Leber vor allem mit Leberzirrhose, einer häufigen Folge von exzessivem Alkoholkonsum, in Verbindung gebracht. Heute weiß ich, wie viel dieses Organ tatsächlich im Organismus leistet.

In diesem Artikel möchte ich dir einen Eindruck von der Arbeit dieses unterschätzten Organs geben und zeigen, warum es sich lohnt, der eigenen Leber mehr Aufmerksamkeit zu schenken.

Schon während meiner Ausbildung zur Krankenschwester hat mich fasziniert, wie der menschliche Körper funktioniert. Übrigens hat sich die Berufsbezeichnung in den letzten Jahren mehrfach geändert – von Gesundheits- und Krankenpflegerin zur Pflegefachkraft. Ich selbst bin stolz auf meinen Abschluss als examinierte Krankenschwester.

Wer leistet mehr  Herz, Lunge, Leber

Im Anatomieunterricht wurden alle Organe behandelt, doch an die Leber kann ich mich kaum erinnern. Ganz anders das Herz. Damit habe ich mich intensiv beschäftigt – nicht zuletzt, weil Puls- und Blutdruckmessungen fester Bestandteil der klinischen Routine sind. Das Herz liefert messbare Werte, die sofort eingeordnet werden müssen. Auch im Alltag schenken wir ihm Aufmerksamkeit: Ein veränderter Herzschlag wird direkt wahrgenommen. Selbst sprachlich ist das Herz präsent – Stichworte wie Herzgesundheit oder Herzschmerz.

Ähnlich verhält es sich mit der Lunge. Jeder Atemzug ist spürbar, jede Einschränkung macht sich sofort bemerkbar. Schon ein Husten beeinflusst unser Wohlbefinden.
Aber wann hast du das letzte Mal gedacht: „Oh, meine Leber hat heute aber viel zu tun“? Ich noch nie.

Und das, obwohl die Leber mehr Aufgaben erfüllt als Herz oder Lunge. Sie arbeitet unbemerkt, Tag und Nacht. Sie denkt mit, sorgt vor und passt sich Belastungen an. Ohne Übertreibung kann man sagen: Die Leber ist Speicher, Filter, Müllabfuhr und Recyclingbetrieb zugleich – und das alles parallel. Wenn du glaubst, deine Arbeit bleibe unbeachtet, frag einmal deine Leber, wie es ihr geht.

Hier die wichtigsten Leberfunktionen:

  • Fettverarbeitung und Schutz der Bauchspeicheldrüse
  • Glukose- und Glykogenspeicherung
  • Bevorratung von Vitaminen und Mineralstoffen
  • Entschärfung und Festsetzung von Schadstoffen
  • ständige Überprüfung und Filterung des Blutes
  • unsere Bewachung mit speziellem Immunsystem

Die Leber hat einen anspruchsvollen Job. Zahlreiche Blutgefäße durchziehen das Organ. Im Blut befinden sich Nährstoffe aus der Nahrung, Medikamente, Alkohol, Umweltchemikalien und Hormone. All das wird ununterbrochen durch die Leber geschleust.

Reinigungsarbeit auf hohem Niveau

Man kann sich die Leber wie eine hochmoderne Kläranlage vorstellen. Gifte werden entsorgt, während gleichzeitig der Hormonhaushalt reguliert wird. Bei anhaltendem Stress wird diese Aufgabe besonders herausfordernd, da vermehrt Adrenalin abgebaut werden muss.

Die Leber versucht, möglichst viele Toxine aus dem Blut zu entfernen. Sind es zu viele, lagert sie diese vorsorglich ein – zum Beispiel im Fettgewebe –, um akute Schäden zu vermeiden. Wie vorausschauend dieses Organ arbeitet, wird oft erst spät erkannt.

Wer seine Leber unterstützen möchte, sollte besonders auf die Ernährung achten. Schon eine Reduktion des Alkoholkonsums entlastet sie deutlich. Auch sehr fettreiche Mahlzeiten stellen eine zusätzliche Belastung dar.

Tierleber gilt in manchen Restaurants als Delikatesse. Ob Innereien gesund sind, ist umstritten. Während einige vor möglichen Giftstoffen warnen, verweisen andere auf den hohen Nährstoffgehalt. Tatsächlich enthält Leber viele gut verfügbare Vitamine und Mineralstoffe wie Folsäure, Vitamin A, B12, C und Selen.

Alkohol – was die Leber dazu sagt

Du glaubst ein wenig Wein oder Bier schadet nicht? Dann lies hier was deine Leber dazu meint.

Hallo. Ich bin deine Leber. Wir kennen uns gut – ich arbeite 24/7 für dich, meistens still, manchmal fluchend.

Sobald du Alkohol trinkst, klingelt bei mir der Notfall-Alarm. Ethanol im Blut? Alles stehen und liegen lassen! Ich kann nämlich nur eine Hauptaufgabe gleichzeitig, und Alkohol ist leider Chefsache. Fett verbrennen? Zucker bereitstellen? Entgiften von Medikamenten? „Sorry, später.“

Ich zerlege den Alkohol zuerst in Acetaldehyd – ein echtes Zellgift. Stell dir das wie hochaggressiven Müll vor, der mir durch die Werkhalle tropft. Danach mache ich daraus Acetat, halbwegs harmlos. Aber je mehr du trinkst, desto mehr Gift fällt an – und ich komme ins Schwitzen.

Während ich schuften muss, passiert Folgendes:

  • Fett wird nicht verbrannt, sondern eingelagert → Hallo Fettleber.

  • Zucker bleibt knapp → du wirst zittrig oder müde.

  • Wasser geht verloren → danke, Kater.

  • Dein Gehirn denkt, es sei genial → Spoiler: ist es nicht.

Wenn du das öfter machst, werde ich erst fett, dann entzündet, dann verhärtet. Irgendwann kann ich Narben statt Arbeit produzieren – das nennt ihr Zirrhose, ich nenne es Burnout.

Das Gemeine: Ich beschwere mich kaum. Keine Schmerzen, kein Drama. Wenn ich mich melde, ist oft schon viel kaputt. Dabei würde mir manchmal einfach ein alkoholfreier Abend reichen. Oder zwei. Oder mehr.

Ich will dir nichts verbieten. Ich will nur nicht jedes Wochenende die Feuerwehr spielen.

Vielleicht ist es genau das, was die Leber so besonders – und so gefährdet – macht: Sie arbeitet leise, zuverlässig und ohne sofortige Warnsignale. Wer beginnt, ihr zuzuhören, entdeckt schnell, wie eng Wohlbefinden, Energie und Gesundheit mit ihr verbunden sind.

Und genau hier lohnt es sich, weiterzulesen. Denn je besser wir unsere Leber verstehen, desto bewusster können wir mit ihr – und letztlich mit uns selbst – umgehen.

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Wer diesen Artikel geschrieben hat? Lies hier über mich, Kerstin die Blog Autorin. 

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