Alles rund um Tanz und deinen Körper!

Das Wort Psychosomatik mag ich nicht. Obwohl es sich nur aus den griechischen Wörtern Psyche für Seele und Soma für Körper zusammensetzt, scheint mir der Begriff Psychosomatik negativ besetzt. Ist keine körperliche Ursache für Schmerzen oder andere Symptome zu finden, wird oft abfällig gesagt, das ist dann psychisch. Körper und Seele bilden eine Einheit. In bin fasziniert davon wie der Körper mit uns spricht. Denn genau das macht der Körper, wenn er sich mit Unwohlsein zu Wort meldet. Bist du einer von den Menschen die mit Medikamenten den Körper zum Schweigen bringen? Mit diesem Artikel möchte ich dir die Sprache des Körpers näher bringen. 

Lange wurde Psyche und Körper als Gegensätze betrachtet. In den Köpfen der Menschen zwei unterschiedliche Dinge. Das unterstreichen wir in der Alltagssprache, „ich habe Herzrasen“, oder „ich bin nervös“. Auch heute verstehen viele ihr Bewusstsein als das was uns ausmacht. Den Körper haben wir, der soll einfach funktionieren. 

Körper und Seele als Ganzes

Tatsache ist: Körper und Seele sind eins und stehen in ständiger Wechselwirkung zueinander. Es gibt keine rein körperlichen oder rein psychischen Krankheiten. Dieses ganzheitliche Denken brachte Sigmund Freud ins Rollen. Der österreichische Arzt beobachtete seine Patienten mit neurologischen Anfällen. Aus medizinischer Sicht gab es keine Erklärung. Freud entdeckte eine Verbindung der Symptome und unbewussten Gefühlen. 

Den Begriff Psychosomatik benutzte schon der deutsche Arzt Heinroth 1818. Für seine Ansicht, körperliche Krankheiten könnten psychische Ursachen haben wurde er von seinen Kollegen ausgelacht. Zu abwegig erschien diese Idee. 

„Das aber ist der größte Fehler bei der Behandlung von Krankheiten, das es Ärzte für den Körper und Ärzte für die Seele gibt, wo doch beides nicht getrennt werden kann.“ Plato – Schüler von Sokrates

Leider ist es heute nicht viel besser. Die Medizinischen Fachgebiete werden immer spezieller. Kaum ein Arzt schaut sich seine Patienten mit dem Blick auf seine Umstände und Sorgen an. Die Menschen selbst sind nicht bereit die Psychosomatik für möglich zu halten. Sie wollen wissenschaftliche Beweise hören. Und das wo doch der Zusammenhang von Körper und Seele so offensichtlich ist. Man wird blass vor Schreck, errötet vor Verlegenheit oder die Haare stehen zu Berge. Was immer die Seele erlebt der Körper macht es nach außen sichtbar. 

Was will der Körper sagen? 

Ich bin fasziniert und beeindruckt wenn ich darüber nachdenke wie der Körper etwas unsichtbares sichtbar macht. Höre genau hin, wenn deine Seele ein Symptom zeigt. So erfährst du was du brauchst. Der Schmerz nimmt zu, wird er nicht beachtet, damit du die Botschaft wahrnimmst. 

Zum besseren Verständnis ein Beispiel. Bei deinem Auto leuchtet die Öllampe. Macht es Sinn nur das Lämpchen auszudrehen? So ist das Problem nicht behoben. Im Gegenteil die „Symptome“ werden ernster. Als nächstes könnte der Motor ausfallen. Greifst du als erstes zum Schmerzmittel, ist das als würdest du die Öllampe ausdrehen. Das Symptom ist weg, doch das Problem nicht gelöst. So wie das Auto, wird sich auch dein Körper, bald wieder zu Wort melden. 

Das kannst du tun

Wenn du dich wieder Unwohl fühlst, körperliche Symptome spürst, dann nimm dir die Zeit und höre genau hin. Deine Seele ist im Ungleichgewicht. Die innere Balance ist gestört und nicht nur der Körper. Stress ist häufig der Auslöser. Der Körper verlangt nach einer Auszeit. Mit Schmerzen schafft es der Körper leichter, das er die nötige Ruhe bekommt. Frage dich, wo liegen meine aktuellen Herausforderungen? Was wird mir gerade zu viel? 

Den Begriff Psychosomatik mag ich nicht weil er oft abwertend benutzt wird. Als sei es lächerlich oder schlecht. Tatsächlich versucht der Körper eine Botschaft zu vermitteln. Wie wäre es wenn du in Zukunft Körperliche Symptome als etwas Gutes annimmst. Dein Körper spricht mit dir und macht dich auf ein Ungleichgewicht aufmerksam. 

Mögliche Bedeutung der Symptome – ein kleiner Einblick. Auszug aus dem Buch „Was dir deine Krankheit sagen will“ von Kurt Tepperwein.

  • Akne: Kontaktschwierigkeiten, Körperkonflikt
  • Allergie: Überempfindlichkeit, Aggression, Angst vor dem Leben
  • Bindehautentzündung: Mangelnde Bereitschaft einen Konflikt anzuschauen, Überforderung
  • Durchfall: Unfähigkeit sich mit Dingen auseinanderzusetzen, Lebensangst, mangelnde Flexibilität
  • Erkältung: Aufforderung sich mehr mit sich selbst zu befassen, nichts Fremdes oder Falsches hinein zu lassen
  • Ischiasbeschwerden: Tatsächliche oder empfundene Überforderung, etwas „nervt“ 
  • Kopfschmerz: sich den Kopf zerbrechen, Spannungen zu viel Überlegungen, überzogener Ehrgeiz
  • Magenschleimhautentzündung: Ärger, Wut, Hektik, keine Zeit etwas zu „verdauen“, nicht einverstanden sein, geschluckte Konflikte
  • Nackenbeschwerden: Hinweis auf „Hartnäckigkeit“, Starrsinn, geistige Unbeweglichkeit
  • Rückenprobleme: Geistige Überlastung, Frustration, zu viel Verantwortung, Schuldgefühle
  • Schlaflosigkeit: Angst, künstliches Selbstbild, Wille zur Kontrolle
  • Sodbrennen: Ablehnung, Aggression, Ärger, Konfrontation mit einer ungeliebten Situation, Mutlosigkeit

Erkennst du dich wieder? Vielleicht ist deine Situation anders. Mein Anliegen ist deine Wahrnehmung zu schulen, für dich, als Einheit von Körper und Seele.  

In meinem Blog Artikel Entspann doch mal findest du ein kurzes Audio. 3 Minuten Auszeit. Entspannung und Körperwahrnehmung.

Höre gerne rein. Klick hier zum Artikel.

 

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Wer diesen Artikel geschrieben hat? Hallo, ich bin Kerstin, lies hier über mich.